Interview mit Frau Hackenberg zum Wald (der Zukunft)

Bäume im Nebel

1. Wie würde nach Ihrer Ansicht der Wald der Zukunft ausschauen?

Bäume, die bisher bei uns gut gewachsen sind, werden wir in manchen Regionen künftig kaum noch antreffen. Das Bild der Wälder wird sich ändern. 

Besonders betroffen ist die Baumart Fichte. Sie hat einen hohen Bedarf an Wasser. Die langanhaltenden Trockenperioden der letzten Jahre, also Zeiten in denen es kaum bis gar nicht geregnet hat, haben sie geschwächt und besonders anfällig für einen Schädling gemacht, den Borkenkäfer. Folgen sind das flächige Absterben von Fichten.

Die so entstandenen waldlosen Flächen gilt es in Zukunft aufzuforsten und in einen “klimastabilen” Wald umzuwandeln. Auch die Rotbuch, unsere wichtigste Baumart unter den Laubbäumen, zeigt zum Teil Schwierigkeiten mit klimatischen Veränderungen. 


2.Was finden Sie am kritischsten für den Wald? 

Für den Wald kritisch ist der Klimawandel. Lange Trockenperioden, Stürme …


3.Haben Bäume Gefühle? 

Auch Bäume sind Lebewesen und egal ob sie Gefühle haben oder nicht, sollte man achtsam damit umgehen.

4.Schützt Waldluft auch vor Krebs? 

Bei einem Waldspaziergang atmen wir Stoffe ein, mit denen Pflanzen untereinander Botschaften austauschen – sogenannte Terpene.  Sie stärken unser Immunsystem. Ob der Wald auch vor Krebs schützt, kann ich aber nicht sagen.

Aber sicher ist, dass ein Sparziergang im Wald sich positiv auf unsere Psyche auswirkt, die Stimmung hebt und Stress abbaut.


5.Wie lange würde der Wald in diesem Zustand mindestens überleben?

Der Wald wird sich auf Dauer verändern müssen. Bäume, die aktuell noch sehr häufig zu finden sind, werden mehr und mehr verschwinden und es werden andere Baumarten kommen, die mit den neuen Klimabedingungen besser zurechtkommen.

Mischwälder werden immer häufiger und es werden fremdländische Baumarten in Zukunft vermehrt gepflanzt werden

Ein Beispiel dafür ist die Douglasie, eine Baumart die aus Nordamerika stammt, mittlerweile aber auch häufig in unseren deutschen Wäldern zu entdecken ist. Sie kommt mit Trockenheit im Sommer gut zurecht und liefert tolles Bauholz.

Weitere fremdländische Baumarten sind beispielsweise die Roteiche, der Tulpenbaum und die Robinie. Sie alle bringen unterschiedliche Eigenschaften mit sich und sind für die kommenden klimatischen Verhältnisse hier zu Lande besser angepasst als manche heimische Baumart.

Mit diesen Arten kann jedoch auch ein gewisses Risiko verbunden sein. Nichtheimische Arten können nämlich Einflüsse auf das heimische Ökosystem haben und es negativ beeinträchtigen. Ein Beispiel für so eine Beeinträchtigung stellen Parasiten dar, die durch fremdländische Arten eingeschleppt werden können und Schäden in der heimischen Flora und Fauna anrichten können.